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5. Reisen innerhalb von Deutschland

Ich war nur zwei Wochen in Jülich, bevor ich wieder reisen musste, wegen des Treffens von allen DAAD Studenten in Heidelberg.

Die deutsche Bahn ist ein wunderbares System fürs Reisen. Mit der Bahn kann man ganz Deutschland und auch Europa besuchen und anschauen. Olga und ich kauften unsere Bahnkarten im Internet, und druckten sie selbst aus. Da ich erst kurz vorher in Jülich angekommen war, war ich mir nicht sicher, wie alles funktionierte; Olga war dabei sehr hilfreich.

Früher glaubte ich, dass die Züge in Deutschland immer pünktlich sein mussten, aber diese Annahme dauerte nicht lange, sobald ich Verbindungen brauchte. Trotzdem habe ich solche Reisen immer gern gehabt. Ich finde die Bahn sehr praktisch und bequem. Olga und ich spielten ,,Henker,'' (auf Englisch ,,Hangman'', ein Spiel mit Worten) als wir an Flüssen und Weingarten vorübereilten.

Die Reise dauerte einige Stunden, bevor wir in Heidelberg ankamen, und die anderen Studenten trafen. Es gab ungefähr 100 Studenten aus Nordamerika, die diesen Sommer überall in Deutschland verbrachten. Chemiker, Biologen und Physiker von vielen Universitäten sprachen miteinander, und es war sehr spannend, wieder Englisch mit so vielen Leuten zu sprechen. Viele sprachen kein Deutsch oder nur ein oder zwei Wörter, aber fast alle wollten mehr Sprache lernen, entweder von ihren Mitarbeitern oder im Klassenzimmer, was mir sehr gefiel.

Heidelberg ist eine wunderschöne Stadt am Ufer des Neckars, und wir hatten viel Spaß miteinander; niemand schlief genug. Wir besuchten eine Firma, die für unser Praktikum relevant war: jede Gruppe (Chemie, Biologie, Physik) ging irgendwo anders hin. Dieser Tag war ziemlich interessant, da fast niemand vorher so einen Besuch gemacht hatte, und niemand wusste, was man mit unserer Ausbildung praktisch anfangen konnte.

Auf dem Weg nach Jülich zurück besuchte ich eine Frau in Frankfurt, deren Ehemann ein Stipendium für Studenten an der Universität von Minnesota gegründet hatte. Leider ist er inzwischen gestorben, und es war offensichtlich, dass sie sehr einsam war. Sie zeigte mir die Altstadt, und wie immer, spürte ich Trauer, dass so viel von dieser Stadt im 2. Weltkrieg zerstört wurde. Leider habe ich keine Fotos, weil meine Kamera noch nicht angekommen war: das Wichtigste, was ich vergessen hatte, war die Kamera, und meine Eltern mussten sie mir per Luftpost schicken.

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